In der Weihnachtsbäckerei

Der erste Advent, der erste Schnee und die ersten Plätzchen. Wir haben den Tag, an dem wir die erste Kerze auf dem Adventskranz anzündeten, perfekt genutzt und zum ersten Mal mit Adam Plätzchen gebacken. Weil mein Ofen seit geraumer Zeit nur noch Unterhitze produziert, haben wir die Backsession kurzerhand in die Küche meiner Eltern verlegt, deren Küche sowieso viel größer ist.

Traditionell backen wir nur einmal in der Adventszeit selber, daher ist die Menge an Keksen, die bei so einem Einsatz aus dem Ofen kommt, auch entsprechend hoch. Mein Papa hatte am Sonnabend schon 6 Kilogramm Mürbeteig vorbereitet, der dann bei winterlichen Temperaturen auf dem Balkon auf seinen Sonntagseinsatz wartete. Da das Ausrollen und Ausstechen von 6 Kilogramm Teig aber auch eine große Mühe darstellt (die wir uns doch sehr gerne erleichtern), kommen die Plätzchen bei uns seit Jahren aus dem Fleischwolf, der dank einem Spritzgebäckvorsatz in kürzester Zeit schöne und gleichmäßige Plätzchen produziert, die dann in Fließbandarbeit aufs Blech gelegt werden und in den Ofen wandern. Anschließend kommt noch Schokoladenglasur darauf und schon sind die Plätzchen fertig.
Adam durfte aber mit einem kleinen Nudelholz und Ausstechformen aus Metall seine eigenen Plätzchen kreieren. Mond, Stern, Herz, Glocke und Weihnachtsbaum – die ganz klassischen Motive wurden nach dem Ausrollen aus dem Teig ausgestochen und aufs Blech gelegt. Wer mir schon länger folgt, der weiß, dass Adam aber nicht gerade geduldig stundenlang bei einer Sache bleibt. Und genauso war es auch dieses Mal. Nachdem das erste Blech voll war, verabschiedete er sich zum Spielen ins Wohnzimmer und kam erst zum Verzieren der gebackenen Plätzchen wieder in die Küche. 



Das Verzieren hat ihm dann aber auch am meisten Spaß gemacht. Plätzchen mit Schokolade und Zuckerguss bestreichen und dann mit Streuseln und Schokotalern verzieren, war eben doch weitaus interessanter, als das Ausstechen an sich. Auch, weil flüssige Schokolade und Zuckerguss häufig auf dem Tablett neben den Keksen landeten und dann zusammen mit bunten Streuseln mit der Zunge einfach aufgeleckt werden konnten. Das meiste an Verzierung landete daher auch in Adams Bauch statt auf den Plätzchen, aber wir hatten schon vorsorglich eine größere Portion davon gekauft. Und ihr könnt euch sicherlich gut vorstellen, wie Küchentisch, Boden und Adam anschließend aussahen – nämlich kunterbunt, voller Streusel und klebrig vom Zuckerguss. 

Innerhalb von 3 Stunden hatten wir den Keksteig ausgerollt und ausgestochen bzw. durch den Fleischwolf gedreht, die Plätzchen gebacken und anschließend verziert. Die nächsten Adventswochenenden können wir dann damit verbringen, uns die Plätzchen zu Tee und Kaffee schmecken zu lassen.
Wir haben übrigens nach diesem Plätzchen-Rezept gebacken (allerdings in der dreifachen Menge):

1 kg Mehl
500 g Zucker
500 g Butter
3 Eier
1 x Vanillezucker
1/2 Tüte Backpulver
Zitronenaroma

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