25 Jahre Pokémon – eine Arena für die nächste Generation

„Komm‘ schnapp sie dir…“ Die Taschenmonster sind wieder da – 25 Jahre, nachdem Pikachu, Glumanda, Schiggy und Co. das erste Mal über den Bildschirm der Gameboys flimmerten, sind sie heute präsenter denn je. Nicht nur, dass Kinofilme die kleinen Pokémon fast echt wirkend animieren, auch die Trickfilme laufen im TV hoch und runter. Ich muss zugeben, auch ich bin als Teenie dem Pokémon-Fieber verfallen, habe mit meinen Freundinnen die Panini-Sticker-Alben gefüllt, die Bilder getauscht und alles Mögliche gebastelt. Habe nachmittags (damals liefen die besten Trickfilme noch auf RTL2) oft die Pokémon-Folgen gesuchtet. Und vor allem musste ich auch unbedingt zu Burger King, als die Figuren 1999 als Beigabe zum Kids Menü erschienen.

Vor einigen Monaten fing auch Adam plötzlich an, sich für Pokémon zu interessieren. Wo auch immer er das her hatte. Vielleicht von den Sammelkarten in diversen Zeitungen, vielleicht auch wirklich aus dem Fernsehen, höchstwahrscheinlich aber auch aus der Schule. Jedenfalls wollte er zum ersten Mal Pokémon schauen und so haben wir auf Netflix mit der allerersten Folge angefangen. Wirklich der allerersten Folge aus dem Jahr 1999. Ich war sofort wieder Kind. Und es war tatsächlich das erste Mal, dass ich Adam in einem Thema so weit voraus war, dass ich ihm erklären konnte, wer wer ist und welches Pokémon sich in was weiterentwickelt. Irgendwie fand ich das schon ziemlich cool, dass sich da so ein Mutter-Sohn-Ding draus entwickelt. Auch den Film „Meisterdetektiv Pikachu“ haben wir gemeinsam bei einem Filmabend geschaut. Und eines Abends habe ich dann meine alten Kisten im Keller durchsucht und tatsächlich meine alten Pokémon-Spielfiguren (auch von Burger King) und auch das volle Panini-Album gefunden. Damit war der Anfang von Adams eigener Pokémon-Sammlung gemacht. Seit Adams erster Pokémon-Folge kamen nun auch einige Figuren dazu und mittlerweile füllen die Pokémon ein kleines Regal in seinem Zimmer.

Dank des 25-jährigen Jubiläums von Pokémon sind die passenden Figuren auch leicht zu bekommen. Immer häufiger kam aber deshalb auch der Wunsch nach einer Arena auf, in der die Pokémon gegeneinander kämpfen können. So wie in den Trickfilmen. Also fing ich an, mir Gedanken zu machen, wie ich Adam den Wunsch am besten erfüllen könnte, ohne gleich viel Geld auszugeben. Ich beschloss, dass wir uns eine eigene Arena basteln. Mit speziellen Bereichen für die Pokémon, die wir schon hatten.

Grundlage für die Arena ist bei uns ein großer Karton. Weil Viktoria eine neue Spielzeugaufbewahrung bekommen hat, hatten wir einen perfekten Karton vom schwedischen Möbelriesen zu Hause. Sogar mit einem stabilen Rand. Für den Boden der Arena haben wir verschiedene Tonpapierblätter benutzt. Adam hat sich als Bereiche Feuer, Elektro, Wasser und Gestein gewünscht und so hat der Boden die Farben dunkelrot, gelb, braun und blau bekommen. Das Tonpapier habe ich überlappend nebeneinandergeklebt. Um die überlappenden Enden zu kaschieren habe ich einen großen Pokéball ausgedruckt und in der Mitte festgeklebt. So sieht man auch gleich auf den ersten Blick, was das für eine Arena ist. Die einzelnen Bereiche haben wir dann noch verziert. Der Feuerbereich erhielt noch kleine Feuer und Lava aus Krepppapier in gelb und orange. Den Wasserbereich haben wir mit Deckweiß und dunkelblauer Farbe einen Wellenlook verpasst. Kleine Steine aus dem Garten verzieren den Bereich der Gesteinpokémon und auch im Elektrobereich dient ein großer aus Packpapier geformter Stein als Angriffspunkt für Blitza und Pikachu.

Die Arena ist wirklich leicht zu basteln und kann immer neugestaltet werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, es geht vielmehr um die Lieblingspokémon des Kindes. Oder der Mama? Bei uns irgendwie beides. Adam hat eine Schwäche für Feuer- und Elektro-Pokémon, ich bin ja eher so der Wasser-Typ. Seitdem die Arena fertig ist, finden in Adams Zimmer immer wieder Pokémon-Kämpfe statt. Auch Adams Freunde holen die Arena immer mal wieder hervor, wenn sie uns besuchen. Denn aufgrund ihrer Größe wird die Arena bei Nichtbenutzung zwischen Schrank und Wand verstaut.

Mittlerweile kennt sogar Viktoria einzelne Pokémon beim Namen und rennt ständig mit Blitza und meinem alten Glumanda durchs Haus, die sie aus Adams Zimmer stibitzt hat. Und vor allem hat sie letztens auf der Schaukel im Garten das gesamte Intro der 90er-Jahre-Serie gesungen. Von „Ich will der Allerbeste sein…“ bis zu „Komm‘ schnapp sie dir…Pokémon“. Ich habe so gelacht. Textsicher ist sie da auf jeden Fall.

Als Belohnung für Adams erstes Jahreszeugnis und die Leistungen, die er im ersten Schuljahr trotz Corona, Homeschooling und Co. erbracht hat, bekommt er nächste Woche von uns übrigens noch ein weiteres Pokémon. Auf den Garados spart er schon seit vielen Wochen sein Taschengeld. Nun bekommt er ihn endlich.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: