Wir bauen ein Haus um – Teil 3: So langsam wird’s wohnlich

Das letzte Hausbau-Update ist nun auch schon wieder etwas her und in unseren neuen vier Wänden ist viel passiert. Mittlerweile kann man langsam auch erkennen, dass es mal ein Haus werden soll. Laut der ursprünglichen Zeitplanung wollten wir ja heute schon seit 6 Tagen eingezogen sein, aber aufgrund der doch sehr aufwendigen Renovierungsarbeiten haben wir den Einzugstermin um 4 Wochen verschoben, was uns einen enormen zeitlichen Puffer verschafft hat. 


Alle Wände wurden in den vergangenen Wochen mit Gipskarton verkleidet, verspachtelt und anschließend grundiert. Auch hat das lästige Abhängen der Decken endlich ein Ende. Alle Decken sind ebenso wie die Wände erst verkleidet, dann verspachtelt und grundiert worden. Eine Arbeit, die ich uns und unseren fleißigen Helfern nie wieder zumuten möchte. Ich kann keine Gipskartonplatten mehr sehen, die Schrauben dazu schon gar nicht und die Spachtelmasse kann mir auch gern künftig gestohlen bleiben. Allerdings sind jetzt alle Kabel und alle Rohre unter den Deckenplatten versteckt und auch die Spots sind in die Decken eingelassen worden. 

Eigentlich wollten wir den Anbau, der die Kellertreppe und den Zugang zum Garten beherbergt, erst nach dem Einzug in Angriff nehmen, sind jetzt aber auch damit schon fertig. Es gibt endlich eine Heizung und ein neues Fenster dort drin. Das alte Treppengeländer haben wir weggerissen und müssen uns noch für ein neues entscheiden, bevor wir mit dem Fliesen des Anbaus beginnen können. Denn die aktuellen Bodenfliesen sind nicht nur unglaublich hässlich, sondern können mitunter auch rutschig sein. Und auch der Keller stand in den letzten Wochen verstärkt im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die alten Regale mussten weichen, damit wir unsere bereits sortierten Kisten aus dem alten in den neuen Keller bringen können und auch noch Platz für die Waschmaschine bleibt. Der Keller wird nie mein Lieblingsraum, aber zumindest möchte ich mich nicht ekeln, wenn ich ihn betrete. Daher gebe ich mir alle Mühe, ihn von Spinnweben und Dreck zu befreien.
Im Inneren des Hauses  aber alle Räume in einem schönen Weiß und warten auf den Feinschliff – die Tapeten. Wir haben uns dazu entschieden, alle Wände und Decken mit derselben weißen und strukturierten Vliestapete zu gestalten und anschließend mit Bildern und Wandtattoos farbliche Akzente zu setzen. Auch in Adams Zimmer gibt es entgegen der ersten Planungen keine Kindertapete. Wenn es mir an etwas nicht fehlt, dann sind es bunte Bilder für Adams Kinderzimmer. Einige liegen immer noch im Schrank, weil in seinem aktuellen Zimmer einfach kein Platz dafür da war. Jetzt bekommen die Bilder aber endlich ihren großen Auftritt. Der einzige Raum mit eigener Tapete ist die Küche. Dort habe ich mich für eine weiße Tapete mit grauen und silber glänzenden Kaffeetassen und Schriftzügen entschieden. Ich bin so gespannt, wie das Ergebnis mit den neuen Küchenmöbeln aussehen wird. 
Wohnzimmer, das Kinderzimmer und das Schlafzimmer sind bereits fertig tapeziert. Und im Schlafzimmer liegt sogar schon der Fußboden. Ich bin total begeistert und immer noch sehr zufrieden mit dem Farbton des Vinylbodens, den wir für das gesamte Haus ausgesucht haben. Türschwellen soll es im Haus möglichst nicht mehr geben, daher wird der Vinylboden durch alle Räume durchgelegt. Und mit dem aufgearbeiteten Einbau-Kleiderschrank ist das Schlafzimmer eigentlich der erste Raum, der komplett fertig ist. Die weiß lackierten Türen des Schranks sind wirklich toll geworden und verdecken das ursprünglich dreckige Hellbraun. Jetzt kommen noch ein paar Spiegelfelder an die Türen und unser riesiger Kleiderschrank ist fertig. Auch die ersten Möbel stehen schon in der Garage und warten darauf, endlich aufgebaut zu werden. Viel nehmen wir aus unserer jetzigen Wohnung nicht mit. Für das Haus haben wir uns doch ganz anders eingerichtet. Auch Adam bekommt ein neues Bett, denn auch wenn ich sein Erbstück-Kinderbett nach wie vor unbeschreibbar schön finde, ist es doch mittlerweile ziemlich klein. Ein Hochbett wollten wir für Adam nicht kaufen, denn er würde sich im Dunkeln niemals alleine dort raustrauen. Ein Themen-Bett wollte ich aber auch nicht, weil sich seine Interessen ja oftmals schneller ändern, als der Wetterbericht für die Ostertage. Bei Ikea haben wir dann schließlich das perfekte Kinderbett gefunden. Ich freue mich schon darauf, wenn es im Zimmer aufgebaut wird. Dann kann ich es euch auch endlich zeigen.

Auf Instagram halte ich euch übrigens aktueller auf dem Laufenden, was den Haus-Umbau angeht. Also guckt doch auch dort gerne vorbei…

An den Osterfeiertagen geht es relativ ruhig zu. Es wird weiter tapeziert und der Fußboden im Wohnzimmer soll auch verlegt werden. Ich selbst werde mich an mein Herzensprojekt begeben – das Klavier. Wie ich ja schon erzählt habe, haben wir im Haus auch ein Wandklavier aus den 20ern gefunden, dass in den letzten Jahrzehnten arg vernachlässigt wurde, das ich aber gern als Dekoelement ins Wohnzimmer integrieren möchte. Schön klingen wird es ohne aufwendige und professionelle Restaurierung wohl nie wieder, aber zumindest möchte ich es abschleifen und neu lackieren, damit es wieder schön aussieht. Diese Aufgabe steht mir also am Sonnabend bevor. Ich bin gespannt, wie es dann aussehen wird. Die Kombination aus modernen und Vintage-Möbeln hat mir schon immer gut gefallen und so ein Klavier gibt es auch nicht in jedem Wohnzimmer.

Ostersonntag und Ostermontag herrscht aber Baustopp im Haus. Die Zeit ist nur für die Familie da. Adam ist in den vergangenen Monaten auch jedes Wochenende woanders, während wir im Haus arbeiten. Mal bei den Großeltern, mal bei seiner Tante, mal bei Freunden. Glücklicherweise haben wir schon als ganz kleines Kind damit begonnen, ihn auch mal woanders als zu Hause schlafen zu lassen, sodass wir jetzt eigentlich keine Probleme damit haben. Allerdings habe ich mich an manchen Sonntagen schon dabei ertappt, dass ich überlegt habe, wo ich Adam jetzt abholen muss und bei wem er das Wochenende verbracht hat. Er meckert nicht wirklich, aber er hat wieder eine ausgeprägte Mama- und Kuschel-Phase entwickelt und folgt mir überallhin, wenn wir zu Hause sind. Absolut verständlich und es wird sich wahrscheinlich schnell wieder legen, sobald wir im Haus wohnen und die Wochenenden wieder gemeinsam mit Adam verbringen. 
Noch drei Wochen…

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